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Das Gartendirektorenhaus

Das Gartendirektorenhaus wurde im Jahre 1747 von J. P. Heumann für C. von Hardenberg erbaut. Hier wohnten 1803-1804 der französische General Mortier und Marschall Jean Baptiste Bernadotte, der spätere schwedische König Karl XIV. Johann. Das Gartendirektorenhaus wird auch Hardenbergsche Haus, Hardenberg’sches Palais oder Hardenberg’sches Haus genannt.

An der Stelle des Hardenberg’schen Hauses hatte zuvor der kurfürstlich hannoversche Gartenkünstler Martin Charbonnier sein Wohnhaus. An dieser Stelle errichtete dann 1749 bis 1751 Johann Paul Heumann für den Leiter des Hofbau- und Gartenwesens, Friedrich Karl von Hardenberg, eine neue „Hof-Bau- und Gartendirektors Offizialwohnung“, zugleich mit „Überwinterungsräumen für frostempfindliche Pflanzen“.

Als Anfang der 10-jährigen Fremdherrschaft, der sogenannten Franzosenzeit, der französische General Édouard Adolphe Mortier am 5. Juni 1803 mit seinen Truppen in Hannover einzog, wählte der Befehlshaber das Hardenbergsche Haus zum eigenen Quartier. Auch sein Nachfolger, der französische Kriegsminister und spätere König von Schweden und NorwegenJean Baptiste Jules Bernadotte, fand die ehemalige Dienstvilla des Gartendirektors offenbar „commod“ – er wohnte hier von 1803 bis 1804.

Als 1866 das Königreich Hannover nach der Schlacht bei Langensalza endete, verlegten die Welfen ihr familiäres Welfenmuseum in das Hardenbergsche Haus (siehe auch Fürstenhaus Herrenhausen-Museum).

Das Haus als Familienmuseum um 1906. Beachtenswert ist hier u. a., dass die Treppe überdacht ist!

Die Porträtgallerie im Hauptsaal

Zur Zeit des Nationalsozialismus erwarb die Stadt Hannover das Gebäude und renovierte das Haus bis 1939, um hier das Standesamt einzurichten. Zeitgleich wurde der Garten verkleinert, um den Mittelabschnitt der Herrenhäuser Straße zu verlegen. Die historische Hauptstraße des alten Dorfes Herrenhausen wurde dann mitten im Zweiten Weltkrieg in Alte Herrenhäuser Straße umbenannt.

Ab 1952 war das Hardenbergsche Haus Sitz des Heimatbundes von Hannovers Partnerstadt Glogau, während das Obergeschoss zeitweilig von Eduard Pestel bewohnt wurde.

Ende der 1950er, Anfang der 1960er Jahre bewohnte der Bildhauer Kurt Lehmann das Hardenberg’sche Palais und empfing hier etwa Martin Buber,Alexander Calder, Werner Gilles, Alfred Hentzen, den Kunstmäzen Bernhard Sprengel, den Bühnenbildner Rudolf Schulz oder auch Kurt Ehrhardt.

1998 erwarb die Sparkassen-Finanzgruppe das Gebäude und ließ es in den beiden Folgejahren durch die Architekten Schweger + Partner aufwändigsanieren und umbauen. Seit dem Jahr der Expo 2000 war nun das Gebäude für Tagungen, Empfänge und Feiern vorbereitet, zumal im selben Jahr die Architekten Irene Lohaus und Peter Carl die Gartenanlagen neu gestaltet haben. Dabei würde auf der nördlichen Seite des Hauses ein neues Gartenparterre angelegt.

Blick von der Freitreppe des Hardenbergschen Hauses in die östliche Allee des Großen Gartens in Hannover-Herrenhausen in Richtung eines der Pavillons.

 

Das Gebäude kann für Feste, Tagungen und Feiern angemietet werden:

http://hardenbergsches-haus.de/