Welfenbund e.V.

Im Jahre 2014 wird das 300-jährigem Jubiläum der Thronbesteigung der Welfen auf den Britischen Thron im Jahre 1714 gefeiert. 

 

Der Welfenbund e.V. veranstaltete aus diesem Anlass am 26.Juli 2014 im Salle Nollet des Hotels Mercure in Hannover eine kleine Ausstellung mit Exponaten seiner Mitglieder. 

 

Hier die offizielle Pressemitteilung der gelungenden Ausstellung:

 

Seltene Dokumente vermitteln den Zeitgeist der Personalunion

Im Marienburgzimmer des Mercure Hotels Hannover City präsentieren zwei Sammler erstmals ihre wertvollen Exponate. 
Oberbürgermeister Stefan Schostok spürt „royales Fieber“ und erinnert an die Verdienste Großbritanniens um Hannover. Für Matthias M. Reinecke, den Vorsitzenden des Welfenbunds e.V., und seine rund 100 Vereinsfreunde „war es natürlich eine Ehrensache, das 300-jährige Jubiläum der Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover mit einem ganz besonderen Ereignis zu begleiten.“ Der Welfenbund widmet sich seit 1952 der Pflege welfischer Geschichte
und hat seitdem einen reichen Schatz an dokumentiertem Wissen zusammengetragen. „Wir wollten unsere Dokumente, die sich auf die Zeit der Personalunion zwischen 1714 und 1837 beziehen, zu einer besonderen Ausstellung zusammentragen. Glücklicherweise haben wir dafür einen perfekten Rahmen gefunden: den Salle Nollet im Mercure Hotel Hannover City, dessen Ausstattung aus der Marienburg stammt. Schloss Marienburg ist schließlich eine Residenz der Welfen“, so Reinecke.
Die eintägige Ausstellung, die am vorigen Sonnabend stattfand, war in zwei Teile gegliedert.
Jörg Dornieden, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, hat Exponate beigesteuert, die die Entstehungsgeschichte der Personalunion beleuchten. Die Unterlagen wurden von Königin Elizabeth II. bei Ihrem Besuch in Hannover am 27. Mai 1965 in Augenschein genommen. Die Dokumentation dieses Staatsbesuchs stieß ebenfalls auf starkes Interesse der Besucher
im Salle Nollet.
Den zweiten Teil der Ausstellung bildete die Post- und Reisegeschichte zwischen 1700 und 1866.
Dietmar Kaarz präsentierte unter anderem den ersten Reiseschein des Kurfürstentums Hannover aus dem Jahr 1802.
 
Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok dankte in seiner Eröffnungsrede dem Welfenbund für die Initiative. „Die ausgestellte Korrespondenz vermittelt ein Gefühl für die Zeit der Personalunion und passt hervorragend zur Niedersächsischen Landesausstellung im benachbarten Landesmuseum. Auch hier ist ein royales Fieber zu spüren, eine enorme Begeisterung für diese Epoche“, so Schostok. Zudem erinnerte der Oberbürgermeister an die Verdienste Großbritanniens um Hannover: „Ohne die britischen Bemühungen um die Gründung der Deutschen Messe oder den Medienstandort Hannover stünden wir heute nicht dort, wo wir stehen.“
Und noch einen zweiten Grund zum Feiern gab es im Rahmen der Ausstellung. Der Salle Nollet wurde vor 125 Jahren eingerichtet. Benannt wurde der Raum nach dem damaligen Opernstar Georg Nollet, der hier wohnte. Welfenkönigin Marie, eine glühende Verehrerin des Hofopernsängers, schenkte ihm eine Bibliotheksausstattung, die ursprünglich für die Marienburg angefertigt wurde. Und so freuen sich heute die Hotelgäste über die kunstvollen
Reliefschnitzereien, den trutzigen Kachelofen und die prächtige Wandmalerei.
 

Das Band trug die Farben der Welfen: Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (Mitte), Matthias M. Reinecke (re.), Vorsitzender des Welfenbunds, und Hoteldirektor Ulrich Heim eröffneten die Ausstellung mit kostbaren Dokumenten aus der Zeit der Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover, die im Marienburgzimmer des Mercure Hotels Hannover City gezeigt wurden.
  

Ein königliches Ambiente für kostbare Dokumente aus der Zeit der Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover: Für einen Tag wurde das Marienburgzimmer im Mercure Hotel Hannover City zum Museum. Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (2. v. li.), Matthias M. Reinecke (Mitte), Vorsitzender des Welfenbunds, und Hoteldirektor Ulrich Heim (2. v. re.) eröffneten die Ausstellung. Die beeindruckenden Exponate stellten Dietmar Kaarz (li.) und Jörg Dornieden (re.) zur Verfügung.
 
 
 Weitere Impressionen der Ausstellung:

  

  

 

 

 Nachstehend eine kleine Auswahl von Dokumenten, die Bestandteil dieser Ausstellung waren. 

 

 
 
 

 
 
 
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Der Act of Settlement, der im Leineschloss in Hannover an Kurfürstenwitwe Sophie übergeben wurde.

Mit dem „Act of Settlement“ (dt. Thronfolge-Gesetz) schuf das englische Parlament 1701 eine neue Grundlage für die Thronfolge im Königreich England, die eine 123-jährige Personalunion (1714 - 1837) zwischen Hannover und Großbritannien begründete.

Als Thronfolgeregelung ist der Act of Settlement bis heute im Vereinigten Königreich gültig. 
 
Orginal des Act of Settlement


Spätere Kopie des Act of Settlement

Der Act of Settlement schreibt fest, dass nach dem Tod Annes, der letzten protestantischen Thronfolgerin im Haus Stuart (und späteren Königin von 1702 bis 1714), das Recht der Thronfolge unter Umgehung der bis dahin gültigen Erbfolgelinie auf Sophie von der Pfalz, Tochter der Elisabeth Stuart und somit die nächste lebende protestantische Verwandte des Königshauses, bzw. deren protestantische Nachkommen übergehen sollte. Weiterhin sollen auch alle jene ihrer Nachkommen ihr Anrecht auf den englischen (bzw. heute britischen) Thron verlieren, die einen katholischen Partner heiraten. Hierdurch wurden sämtliche Katholiken aus der englischen bzw. später britischen Thronfolge ausgeschlossen, was nach Jahrzehnten politischer Krisen und Unruhen das Hauptziel des Gesetzes war.

 

Der Ausschnitt aus dem Original des Act of Settlement Stellt den König Wilhelm III. von England im Buchstaben G dar.

Die Bestimmungen waren direkt an die Person Sophies geknüpft, jedoch ging mit diesem Parlamentsgesetz die Königswürde in der Folge an dieWelfen über, in die Sophie eingeheiratet hatte, so dass damit für die englische Monarchie das Haus Hannover begründet wurde. Da Sophie im Jahre 1714 kurz vor dem Ableben Königin Annes verstorben war, bestieg deren Sohn Georg Ludwig als "Georg I." den Thron Großbritanniens. Da Georg und dessen Nachfolger ihre deutschen Titel und Territorien weiter behielten, bestand bis zum Jahre 1837 auch eine Personalunion zwischen Großbritannien und dem damaligen Kurfürstentum Hannover.

Das Originaldokument des Act of Settlement (obriges Bild) befindet sich heute im Hauptstaatsarchiv Hannover innerhalb des Niedersächsischen Landesarchivs.

 

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Am 31.Juli (11. August) 1714 versammelte sich der Geheime Rat am Sterbelager der Königin Anna. Er sandte ein Schreiben an Kurfürst Georg Ludwig, in dem dieser aufgefordert wurde, sich für die Thronbesteigung bereitzuhalten und sofort nach Erhalt der Nachricht vom Ableben der Königin nach England abzureisen. Dieses Schreiben wurde von den anwesenden Mitgliedern des Geheimen Rats unterzeichnet. 

Am folgenden Tag - 1. (12) August 1714 starb Königin Anna.

 

 

 

 

                                                                                                                               Quelle: Samlung Dornieden

Schreiben des Geheimen Rats der Königin Anna an Kurfürst Georg Ludwig, Kensington, 31.Juli (11.August) 1714.

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Leider nicht in unserer Ausstellung: 

Die prunkvolle Kutsche von Georg IV. aus dem Jahre 1814 war der offizielle Staatswagen Nummer Eins ist im Historischen Museum Hannover ausgestellt.    

Die prunkvolle Kutsche von Georg IV., von 1814 an offizieller Staatswagen Nummer Eins ausgestellt im Historischen Museum Hannover.

 

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Quellen: HAZ, Online Ausgabe:2013, Internet, Historisches Museum Hannover, Niedersächische Landesbibliothek.

Welfenbund e.V. , Eingetragen beim Amtsgericht Hannover VR 201691
Welfenbund e.V. , Welfenbund, Welfen, Koenigreich Hannover, Georg, Hannover,